Nikolaus statt Santa Claus

„Nikolaus statt Santa Claus“ heißt die landesweite Aktion der KjG, bei der zugunsten der Landesstiftung und der KjG-Pfarreien vor Ort fair gehandelte Schokoladennikoläuse verkauft werden. Seit 2008 wird in diesem Rahmen außerdem an die Figur des Heiligen Nikolaus, die zeitweise bereits ganz vom amerikanischen „Santa Claus“ verdrängt schien, erinnert. Gut 10.000 kleine Schokoladenmänner finden so jedes Jahr den Weg auf Adventsbasare, in Kindergärten, caritative Einrichtungen und hoffnungsvoll positionierte Stiefel.

Nikolaus statt Santa Claus – DIE Verkaufsaktion für die KjG Landesstiftung

   
Der Hintergrund. Seit 2008 stellen die bayerischen KjG Diözesanverbände gemeinsam die Aktion „Nikolaus statt Santa Claus“ auf die Beine. Jährlich werden dabei etwa 10.000 fair gehandelte Schokoladennikoläuse zugunsten der KjG vor Ort und der KjG Landesstiftung verkauft. Anfangs waren es ausschließlich KjG Pfarreien, welche die Nikoläuse auf ihren Adventsbasaren oder nach Gottesdiensten verkauften. Heute haben wir auch viele Kindergärten, befreundete Verbände und verschiedene Caritas Einrichtungen, die unsere Schokonikoläuse abnehmen, sie selbst verkaufen oder weiterverschenken. Jeder verkaufte Schokonikolaus trägt dabei dazu bei, dass das Stiftungskapital der KjG Landesstiftung wachsen kann. Aber auch inhaltliche Anliegen der KjG transportieren die kleinen Männer aus Schokolade. So soll im Rahmen der Aktion an den Heiligen Nikolaus von Myra und seinen Platz im christlichen Brauchtum erinnert werden. Wichtig war außerdem von Anfang an, fair gehandelte Schokonikoläuse anbieten zu können.     Die KjG Landesstiftung. Die Landesstiftung der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) wurde 2008 gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, die vielfältigen Aktivitäten auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendarbeit der KjG in Bayern zu unterstützen und die dafür notwendigen finanziellen  Rahmenbedingungen langfristig zu sichern. Das Stiftungskapital ist dauerhaft angelegt. Die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit erfolgt über die Ausschüttung der Kapitalerträge und unterstützt vor allem die laufende Bildungsarbeit der bayerischen Diözesanverbände. Dabei ist es uns wichtig, dass alle sieben bayerischen Bistümer und die Landesebene zu gleichen Teilen von der Ausschüttung profitieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.kjg-stiftung.de. Der Ablauf. Bereits Mitte des Jahres werden bei den bayerischen KjG Diözesanverbänden ungefähre Bestellzahlen abgefragt. Das ist notwendig, damit unser Zulieferer, der St. Benno Verlag, sicherstellen kann, dass er eine entsprechende Menge an Nikoläusen produzieren lässt. Nach den Sommerferien werden die fixen Bestellzahlen abgefragt und an den St. Benno Verlag weitergegeben. Im Verlag werden entsprechend dieser Zahlen Nikoläuse in die KjG-eigenen Umverpackungen gesteckt und direkt an die Diözesanverbände versendet. Von dort finden die Nikoläuse dann ihren Weg zu den Abnehmern. Das sind in der Regel KjG Pfarreien, mittlerweile aber auch Kindergärten oder Einrichtungen der Caritas. Seit 2018 sind die Socialmedia-Beiträge zur Nikolausaktion unter den Hashtags: #katholischfairsüßt und ergänzend #kjgnikolaus zu finden. Wir laden alle ein, die sich an der Aktion beteiligen oder diese Unterstützen möchten, die beiden Hashtags bei ihren Postings zu verwenden. Wer Nikoläuse bestellen möchte, wendet sich am besten an seinen jeweiligen KjG Diözesanverband: Die Fairness. Wer Produkte aus Fairem Handel kauft, weiß, dass das entsprechende Produkt unter gerechten Arbeitsbedingungen hergestellt wurde. Der Faire Handel wurde in Deutschland in den 1970er Jahren, unter anderem durch die evangelischen und katholischen Jugendverbände, ins Leben gerufen. Er soll eine Alternative zu den Weltwirtschaftsstrukturen darstellen, die nach wie vor von ungerechten Bedingungen geprägt sind. Hungerlöhne, ausbeuterische Kinderarbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen bestimmen die Lebensrealität von Millionen Menschen in den meisten  Kakaoanbaugebieten. Gleichzeitig streichen eine Handvoll großer Schokoladenunternehmen hohe Gewinne für ihre Produkte ein. Insbesondere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, also von der Weltwirtschaft benachteiligten Produzierenden, ermöglicht der Faire Handel die Teilhabe am Markt. Die eigenen Produkte zu einem fairen Preis verkaufen zu können, sichert die Lebensgrundlage und die Ernährungssicherheit der Produzierenden und ihrer Familien. Wir wollen mit unseren fairen Schokoladennikoläusen ein Zeichen setzten für faire Arbeitsbedingungen, im Sinne einer christlichen Weltanschauung und -mitgestaltung und im Geiste des Heiligen Nikolaus‘ von Myra, der sich für Arme und Schwache einsetzte. Wer mehr über das Thema Fairen Handel und kritischem Konsum im Allgemeinen wissen möchte, ist hier richtig: www.kritischerkonsum.de Der Nikolaus. Nikolaus von Myra zählt zu den bekanntesten Heiligen des Kirchenjahres. Historisch handelt es sich bei „unserem Nikolaus“ um den im 4. Jahrhundert in Myra (heute: Demre in der Türkei) tätigen Bischof. Ein ausgeprägtes Brauchtum im gesamten Christentum und zahlreiche Legenden machen ihn zu einem der -besonders auch bei Kindern- beliebtesten Heiligen. Als ein selbstloser Mann, der sich für Schwache und Benachteiligte einsetzte wird Nikolaus von Myra in zahlreichen Legenden beschrieben. Noch nach seinem Tod soll er dick vermummt durch Myra gezogen sein, um vergoldete Äpfel und Nüsse vor die Hütten der Armen zu legen. So hat er sein mildtätiges Werk noch nach seinem Tod fortgesetzt. Daraus leitet sich zum Teil auch heute noch das Brauchtum ab, dass am Vorabend des Nikolaustages der „Nikolaus“ als Mann mit weißem Bart die Kinder besucht, um sie zu beschenken oder auch zu tadeln. Kinder stellen ihre Stiefel vor die Tür, die dann am nächsten Morgen mit Süßigkeiten gefüllt sind. Früher war dies übrigens nicht der Fall. Die Kinder bastelten stattdessen „Nikolausschiffchen“ und hofften auf deren Befüllung mit Knabbereien, da Nikolaus gleichsam als Schutzpatron der Seefahrer gilt. Dies wiederum begründet sich auf folgende Legende, die auch auf der eigenen KjG-Umverpackung unserer kleinen Schokoladennikoläuse abgedruckt ist:   Nikolaus von Myra – Die Legende von der Rettung aus der Seenot Eines Tages segelte ein stolzes Schiff durch das Mittelmeer. Beladen mit den wertvollsten Schätzen Arabiens war sein Ziel der Hafen von Konstantinopel. Kurz vor Ankunft des Schiffes zog jedoch ein furchtbarer Sturm auf – der Himmel verdunkelte sich, die Wellen schlugen immer höher und wilder gegen das Schiff. Die Seeleute kämpften gegen den Sturm an, doch das Wasser türmte sich zu Bergen und die Fluten des Meeres drohten das Schiff zu überspülen. Da erinnerten sich die Seeleute in ihrer Not an Bischof Nikolaus und riefen: „Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus! Bitte für uns!“ Mit einem Mal wurde es ein weniger heller und plötzlich stand mitten auf dem Schiff ein Mann, den sie noch nie vorher gesehen hatten. Mit einer Axt kappte er die Haltetaue eines Mastbaums, der zuvor gebrochen war, gegen das Schiff schlug und es so zu zerstören drohte. Da fassten die Seemänner wieder Mut und halfen ihm, den zerstörten Mastbaum zu beseitigen. Die nächste große Woge Wasser trug den Retter in der Not davon, doch das Schiff war gerettet und der Sturm flaute ab. Am nächsten Tag lief das Schiff in den Hafen von Myra ein und die Seeleute wollten in die Kirche gehen, um Gott für ihre Rettung zu danken. Dort fand gerade ein Gottesdienst statt und als der Kapitän und seine Männer sich dem Altar näherten, erkannten sie den Mann, der sie am Vortag aus den Fluten gerettet hatte – es war der Heilige Bischof Nikolaus von Myra. Material zum Download Links